Rebirthing

Rebirthing

Eine häufige Ursache für ernsthafte gesundheitliche Probleme auf körperlicher und/ oder psychischer Ebene stellen während der Geburt erlittene Traumata dar. Zahlreiche Studien belegen den Zusammenhang zwischen einer problematischen Geburt und einer späteren Suizidalität und dem Missbrauch psychotroper Substanzen wie Alkohol, Nikotin und Drogen (vgl. die Studie des Psychologen Lee Salk, Cornell University Medical School, veröffentlicht im britischen Medizinjournal Lancet 1985).

Das Lebenswerk des amerikanische Psychiaters Stanislav Grof widmete sich der Erforschung der psychischen Dimension der menschlichen Geburt. Grof beobachtete hier vier Phasen:

  1. Das „Eins-Sein“ mit der Mutter empfindet der Fötus während der Schwangerschaft. (Perinatale Matrix 1)
  2. Das Leben „als Hölle“ empfindet er ab dem Einsetzen der Wehen und Kontraktionen beim Geburtsbeginn. (Perinatale Matrix 2)
  3. Das Leben „als Kampf“ empfindet er während der Austreibungsphase der Geburt. (Perinatale Matrix 3)
  4. Das „Heraustreten in das Licht des Lebens“ empfindet er am Ende des Geburtsvorganges. (Perinatale Matrix 4)

Bei einem Rebirthing werden diese Phasen in der Begleitung mit einem erfahrenen Therapeuten noch einmal durchlebt. Hierbei erhält der Patient ein erlittenes Geburtstrauma zu bearbeiten und zu lösen.

Vor Beginn eines Rebirthings muss eine vertrauensvolle Beziehung zwischen Patient und Therapeut aufgebaut werden. Kontraindikationen wie Asthma, Epilepsie, Herzproblemen oder eine eigene Schwangerschaft werden abgeklärt. Nach einem Rebirthing ist es unerlässlich, das Erlebte zu reflektieren und zu integrieren.